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Georges Méliès: Sensationeller Filmfund nach Jahrzehnten im Video

Ein Sensationsfund in einer alten Holzkiste verändert die Filmgeschichte. Ein verschollener Film des Pioniere Georges Méliès ist wieder aufgetaucht. An einem Septembermorgen erhielten wir eine Nachricht über eine neue Sammlung. Sie kam buchstäblich in einer Schatzkiste an, berichtet Kelly Haydon, Filmarchivarin und Restauratorin. Das Material ist über 100 Jahre alt, gezeichnet von Zeit und Feuchtigkeit. Die Rettung der instabilen Nitratrollen ist ein Wettlauf gegen den Zerfall. Ich rief George herüber und er erkannte Georges Méliès. Dann sah er den Stern auf dem Sockel, das Markenzeichen. Die Experten bestätigen: Es ist der seit Jahrzehnten gesuchte Film „Gugusse“. George Willeman, Experte für Nitratfilme der Library of Congress, erklärt: Georges Méliès ist einer der ersten Stummfilmer, die ich je studiert habe. Méliès erfand den Stoptrick durch einen technischen Zufall bei einer Parade. Er merkte, dass er durch Stoppen und Starten der Kamera Zeiteffekte erzeugen konnte. Er erfand die Magie des Kinos. Der Fund stammt aus dem Nachlass von William Delisle Frisbie. Jenison Culpeper, Ur-Enkel von Frisbie, sagt: Mein Urgroßvater hinterließ eine Truhe mit zehn Rollen Schwarz-Weiß-Nitratfilmen. Ich wusste lange nicht, was das war. Sie waren begeistert, die Filme zu sehen, noch bevor sie überhaupt wussten, um welche Raritäten es sich handelt. Jemand dachte, sie seien wertvoll und würde einen Blick darauf werfen. Die Nachricht über den Fund verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter Filmhistorikern. Innerhalb eines Tages hieß es: Glückwunsch, Sie haben einen verlorenen Méliès-Film gefunden. Nun wird das Werk digitalisiert, um es für die Nachwelt dauerhaft zu sichern. Nitratfilm ist hochgradig brennbar, jede Sekunde in der Archivierung zählt. Ein Stück verloren geglaubter Magie kehrt dank einer alten Truhe zurück auf die Leinwand. Ein Meilenstein der Filmrestaurierung ist abgeschlossen.
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