SRF - Einstein

Olympia 2026: Mit dem wohl schnellsten Renndress zur Goldmedaille?

37 Min.

Beim Olympia-Dress von Odermatt und Co wird alles auf Geschwindigkeit getrimmt – bis hin zur Farbe. «Einstein» darf bei den geheimen Tüfteleien von Swiss-Ski dabei sein und testet verschiedenfarbige Anzüge im Windkanal. Und zeigt, wie die Wissenschaft an den Olympischen Spielen um Gold kämpft. Wie designt man den wohl besten Renndress für Olympia? Das will Tobias Müller wissen und stellt sich gleich selbst in den Scanner. Und danach in den Windkanal – einmal in Dunkelblau und einmal ganz in Weiss. Welche Farbe ist windschlüpfriger und warum? Was halten die Skicracks von der Anzugstüftelei? Und wie gross ist der Unterschied zwischen einem Renndress und normaler Skikleidung? Einstein auf der Spur der vielleicht entscheidenden Hundertstelsekunden. Jedes Tor zählt: Die neue «Gate-to-Gate-Analyse» im Einsatz beim Slalom von Wengen Wenn die Startnummer eins oben steht, ist auch das Technikteam von Swiss-Ski 70 Kilometer weiter südlich im Command Center ready. Jede Fahrt wird Tor für Tor analysiert – so können die Läufe aller Fahrer direkt nach dem ersten Lauf mit der Bestzeit verglichen werden. Daraus lesen die Tüftler wertvolle Tipps heraus, die sie per Handy auf die Rennpiste übermitteln. Und die eventuell zur Medaille oder gar zum Sieg verhelfen können. Ernährung: Zentral beim Frauen-Eishockey Die Frauen-Nati wird mit Körperanalyse und Ernährungsplan auf Olympia getrimmt. Und erstaunlicherweise essen rund die Hälfte der Sportlerinnen nicht falsch, sondern zu wenig. Das kann zum Sportler-Energiedefizit RED-S führen, bei dem sowohl Körperfunktionen als auch die Psyche betroffen sind. Holt Skitourenläufer Jon Kistler dank Backpulver eine Medaille? Seit dem Sommer tüftelt Mountaineer Jon Kistler mit dem Supplement Bicarbonat – besser bekannt als Backpulver. Es hilft gegen übersäuerte Muskeln, kann aber auch zu Durchfall und Erbrechen führen. Kistler will den Einsatz von Bicarbonat perfektionieren – und so an den Olympischen Spielen eine Medaille holen.

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Extremwetter: Wie retten wir unsere Ernten? kostenlos streamen | dailyme

Extremwetter: Wie retten wir unsere Ernten?

60 Grad heisse Äcker, vertrocknete Felder und ein Kampf um jeden Tropfen: Der Extremsommer fordert die Schweizer Landwirtschaft heraus. «Einstein» zeigt, wie gesunde Böden, neue Anbaumethoden und Hightech unsere Ernten künftig vor Dürre und Starkregen schützen könnten. Das HofLabor – Zwiebeln ohne künstliche Bewässerung Die Reise beginnt in Mönchaltorf. Im HofLabor wächst ausgerechnet eine der anspruchsvollsten Kulturen: Zwiebeln. Und das weitgehend ohne künstliche Bewässerung, ohne Dünger und ohne Pestizide. Das Geheimnis liegt auf dem Boden: Eine dicke Schutzdecke aus Pflanzenresten soll Wasser zurückhalten, Hitze abpuffern und das Bodenleben fördern. Regenwürmer arbeiten unter der Erde, GPS-Traktoren fahren immer in denselben Spuren, rund 200 Gemüse- und Getreidesorten wachsen in einem riesigen Pflanzenmosaik. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Doch hält das System auch einem Extremsommer stand? Zwei Bauern – zwei Schicksale Mitten in der Hitzewelle zeigt sich eindrücklich, wie Wasser über Erfolg oder Missernte entscheiden kann. In Frieswil BE steht Bauer Hannes Brunner vor vertrockneten Wiesen und kleinen Kartoffeln. Bewässern kann er nicht. Seine Bilanz: rund ein Drittel weniger Kartoffelertrag – und mitten im Sommer muss er bereits die Futterreserven für den Winter anzapfen. Nur 20 Kilometer weiter ein völlig anderes Bild: Bei Christian Hofer in Aefligen stehen die Kartoffeln kräftig und grün. Er kann bewässern. Bodensonden zeigen ihm, wann seine Pflanzen tatsächlich Wasser brauchen. Hightech soll helfen, keinen Tropfen zu verschwenden. Backofen Acker – heisser als Asphalt Zurück in Mönchaltorf folgt die Überraschung: Bodenexperte Hanspeter Liniger misst auf einem nackten Acker fast 60 Grad. Der Asphalt daneben: rund 42 Grad. Der Acker ist heisser als die Strasse. Eine Wärmebilddrohne macht sichtbar, wie extrem die Unterschiede auf wenigen Metern sind. Für das Leben im Boden wird die Hitze zum Problem. Und wenn nach der Dürre plötzlich Starkregen kommt, droht die nächste Gefahr: Ein Experiment mit vier verschiedenen Böden zeigt drastisch, welchen Unterschied eine stabile Bodenstruktur machen kann. Hightech gegen Handarbeit Im HofLabor fährt ein eigens entwickelter Jät- und Mähroboter übers Feld. GPS-gesteuert kennt er den Standort jeder Pflanze und entfernt Unkraut, ohne die Kultur zu beschädigen. Die nächste Stufe ist bereits in Sicht: Der Roboter soll künftig autonom arbeiten. Auch unter der Erde wird digital geforscht. Fast 2000 einzelne Streifen sind erfasst, ihre Geschichte und Entwicklung werden ausgewertet. Künftig soll künstliche Intelligenz mithelfen herauszufinden, welche Pflanzen wo am besten wachsen – für mehr Ertrag, gesündere Böden und weniger Risiko. Hat das HofLabor geliefert? Am Ende zählt, was tatsächlich vom Feld kommt. Beim besten Zwiebelbeet werden 27 Tonnen pro Hektare geerntet – auf dem Niveau des langjährigen Bio-Durchschnitts. Doch der Erfolg hat einen Haken: Andere Beete liefern deutlich weniger. Das todsichere Patentrezept hat also auch das HofLabor noch nicht gefunden.


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